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23. Mai 2024 Diskussion/Vortrag Die Gegenwart des Faschismus

Eine Analyse autoritärer Entwicklungen im 21. Jahrhundert, mit Natascha Strobl

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Saal
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Zeit

23.05.2024, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus, Online-Veranstaltung

Zugeordnete Dateien

Die Gegenwart des Faschismus
Borlänge/Schweden, 1. Mai 2016: Die schwedische Aktivistin Tess Asplund stellt sich einer Nazi-Demonstration in den Weg. Foto: picture alliance/TT NEWS AGENCY

Die Veranstaltung wurde zunächst für 18:00 Uhr angekündigt, beginnt aber tatsächlich um 19:00 Uhr!

In den letzten Jahren kam verstärkt der Begriff des Faschismus wieder in die Diskussion. Auch wenn es kaum noch politische Akteur*innen gibt, die sich selbst offen als Faschist*innen verstehen, stellt sich angesichts weitreichender Autoritarisierungstendenzen in der Gesellschaft die Frage, ob und was der Begriff des Faschismus zur Analyse dieser Tendenzen beiträgt. Als wesentliches Element kann eine tiefgreifende politische Krise ausgemacht werden, die sich nicht zuletzt durch die Öffnung des gesellschaftlichen Raums für rassistische, antisemitische und antifeministische Positionen auszeichnet. Politische Milieus verändern sich dabei rapide und insbesondere ein radikalisierter Konservatismus entsteht, der sich offen zu autoritären bis faschistischen Akteur*innen hinwendet.

«Krise der Demokratie» ist ein zentrales Schlagwort, unter dem die gegenwärtigen politischen Krisen häufig verhandelt werden. Wesentlich für diese Krisen ist die Öffnung des gesellschaftlichen Raums für rassistische, antisemitische und antifeministische Positionen und die Hinwendung insbesondere konservativer Akteur*innen nach rechts. Vor diesem Hintergrund sollen zentrale Fragen für die kommenden politischen Entwicklungen diskutiert werden: Wie sind die Erfolge rechter Akteur*innen in Europa und darüber hinaus zu bewerten? Haben wir es mit autoritären Entwicklungen zu tun, die als Faschisierung zu bezeichnen sind? Müssen wir den Begriff des Faschismus, der lange Zeit von links gemieden wurde, wieder in die Analyse der Gegenwart einbeziehen und aktualisieren? Was muss eine Analyse autoritärer Entwicklungen im 21. Jahrhundert berücksichtigen? Und welche Gegenstrategien lassen sich entwickeln? 

Darüber diskutieren wir mit der österreichischen Politikwissenschaftlerin und Expertin für Rechtsextremismus, Natascha Strobl.

Die Veranstaltung wird auch als Livestream übertragen: www.rosalux.de/livestream 

 

 

Hinweis:

Die Begegnungen in unserem Gebäude sind geprägt durch Respekt, Akzeptanz, Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) duldet in ihrem Gebäude keinerlei diskriminierendes, sexistisches, rassistisches, queerfeindliches, antisemitisches oder antidemokratisches Verhalten.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien und/oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Standort

Kontakt

Daniel Keil