Publikation Veronika Kracher: Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults

Das erste Buch über die antifeministische Online-Bewegung mit Verbindungen zur Alt-Right

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Incels – unfreiwillig im Zölibat Lebende (»Involuntary Celibates«) – treffen sich in Onlineforen und lamentieren darüber, keinen Sex zu haben, obwohl dieser ein naturgegebenes männliches Grundrecht sei. Zahlreiche Gewalt- und Terrorakte gegen Frauen der letzten Jahre haben hier ihren Ursprung. So ermordete etwa Elliot Rodger 2014 auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Santa Barbara sechs Menschen und verletzte 13 weitere. Er hinterließ ein über hundert Seiten langes Manifest, in dem er seine Taten begründete: Sie seien ein Racheakt gegen Frauen, die ihm Liebe und Sex verweigert und demzufolge den Tod verdient hätten.

Obwohl Incels schon zahlreiche Gewalt- und Terrorakte begangen haben, wird das Phänomen gerade im deutschsprachigen Raum bisher nur sehr oberflächlich analysiert. Veronika Kracher zeichnet die Geschichte der Incel-Bewegung nach, erklärt ihre die Memes und Sprache und analysiert ihre Ideologie. Sie zeigt, dass Incels keine »schwarzen Schafe« oder »Ausnahmeerscheinungen« innerhalb der kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse sind, sondern Ausdruck einer Gesellschaft, in der die Abwertung des Weiblichen an der Tagesordnung ist.

Wir haben den Entstehungsprozess des Buches in Form eines ausführlichen Interviews mit der Autorin begleitet. 

 „Dieses Buch ist ein unverzichtbares Werk für alle, die sich mit der Incel-Szene und toxischer Männlichkeit im Allgemeinen befassen möchten“

Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung)

Broschur
280 Seiten
ISBN 978-3-95575-130-2

Erschienen im Ventil Verlag